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Wat is en Hörgerät?

Das erste Hörgerät

"Wo simmer denn dran? Aha, heute krieje mer de Dampfmaschin. Also, wat is en Dampfmaschin? Da stelle mer uns janz dumm. Und da sage mer so: En Dampfmaschin, dat is ene jroße schwarze Raum, der hat hinten un vorn e Loch. Dat eine Loch, dat is de Feuerung. Und dat andere Loch, dat krieje mer später."

So erklärt Lehrer Bömmel im Film Die Feuerzangenbowle den Schülern im Physikunterricht, was eine Dampfmaschine ist.

Ähnlich - "da stellen wir uns ganz dumm" - macht es Martin Wosnitza. Er ist Hörgeräteakustik-Meister in Hamburg. "Wat is en Hörgerät?" Diese Frage will er angehenden Hörgeräteträgern in leicht verständlicher Weise beantworten, ohne Fach-Chinesisch. Das gelingt ihm mindestens so gut wie dem alten Bömmel in der Feuerzangenbowle. ;-) Was ist der Unterschied zwischen Hörgerät und Hörsystem, was sind IdO-Geräte und was HdO-Geräte, welche sind für wen und warum empfehlenswert...? Eine Vielzahl von Informationen vermittelt der Fachmann. Allerdings ist der Titel "Das erste Hörgerät" ein wenig irreführend. Herr Wosnitza schreibt halt aus der Perspektive des Hörgeräteakustikers, und so wäre vielleicht der Titel "Was kann mein Hörgeräteakustiker für mich tun?" passender gewesen. Aber wie auch immer, Infos gibt's in Hülle und Fülle, und als Ergänzug zu den vielen Gratisbroschüren, die von den Hörgeräte-Herstellern vertrieben werden, ist das Buch sicherlich hilfreich.

Erhältlich ist es als eBook bei Amazon zum Preis von 4.99€: "Das erste Hörgerät"

Zum Nikolaus wurde der Preis für eine Woche auf 0,00€ gesetzt!

20 Jahre Verlag KK

Verlag Karin Kestner

20 Jahre alt ist der Verlag Karin Kestner geworden - und fast genauso lange ziehen KK und Taubenschlag an einem Strang. Herzlichen Glückwunsch, liebe Karin und lieber Tiemo, und weiterhin viel Erfolg!

Zur Feier des Jubiläums gibt es jetzt Rabatte von 30-40%. Wer seine KK-Sammlung vervollständigen möchte oder noch auf der Suche nach einem Geschenk ist, sollte schnell zulangen!

1996-2016, 20 Jahre Verlag Karin Kestner

Die 20-jährige Geschichte des Verlages

Adams Buch - in DGS online!

Adams Buch

Das Kinderbuchprojekt des Gehörlosenverbandes GMU hat das nächste Kinderbuch in Gebärdensprache fertiggestellt. Diesmal gibt es ein ganz besonderes Buch. Es heißt „Adams Buch“. Das haben wir schon vor Jahren vorgestellt (s.u.). ABER:
Gemeinsam mit gehörlosen Schülern in München wurde die Geschichte „Adams Buch“ in Gebärdensprache übersetzt. Dabei standen die Schüler selbst vor der Kamera.

Natürlich alles in deutscher Gebärdensprache, mit Untertitelung und Vertonung. Die Untertitelung kann man bei Bedarf ein- oder ausschalten.

Adams Buch

Taubblinden-Assistenz - Ein Lehrbuch

TB-Assistenz
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Die Arbeitsgemeinschaft der TBA-Qualifizierungsinstitute hat ein neues Lehrbuch herausgegeben: Taubblinden-Assistenz (hier finden Sie auch das Inhaltsverzeichnis und eine Leseprobe).

Es ist das erste deutschsprachige Werk, das sich der Thematik Taubblinden-Assistenz widmet und das in den Qualifizierungsinstituten gelehrte Wissen kompakt darstellt. Es beschreibt insbesondere Inhalte zu Grundlagen im Kontext von Taubblindheit/Hörsehbehinderung, Kommunikation sowie Information, Rehabilitation, Recht, Psychologie, das Assistenten-Selbstverständnis und stellt dies anschaulich anhand von praktischen Beispielen dar.

Buchlesungen für Kinder - mit Dolmi

Die Muskeltiere

Zwei Buchlesungen in München werden mit DGS-Dolmetscher angeboten:

  • Am 27.02.2016 um 15.00 Uhr liest die Autorin Frau Ute Krause aus ihrem Buch "Die Muskeltiere" vor. - Weitere Infos unter Termine
  • Am 03.03.2016 um 11.00 Uhr (nur für Schulklassen!) liest die Autorin Frau Irmgard Kramer aus ihrem Buch "Pfeffer, Minze und die Schule" vor. - Weitere Infos unter Termine

SignBook-App - eine Umfrage

SignBook-App

Für Hörende gibt es Hörbücher. Ganze Bücher werden vorgelesen und als CD verkauft oder auch im Internet abonniert, z.B. bei Audible.de. Die können natürlich auch von Blinden genutzt werden. Für Gehörlose gibt es nichts Vergleichbares. Ganze Bücher in DGS vorlesen? Das gibt es bisher nur für Kinder, aber nicht für Erwachsene. Ob die das wünschen und damit etwas anfangen können? Hörbücher kann man so schön nebenher hören, beim Bügeln, Autofahren usw. Aber gebärdete Bücher? Auf die muss man sich schon konzentrieren.

Fitnet, eine junge Firma, die bisher u.a. Apps für Museen entwickelt hat, hatte jetzt die Idee, SignBooks herzustellen. Aber lohnt sich das? Würden Gehörlose die überhaupt kaufen? Fitnet macht deshalb vorab eine Umfrage:

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'Die Insel der sprechenden Hände' als eBook

Seit kurzem ist das Buch "Die Insel der sprechenden Hände", das 2005 im Verlag Karin Kestner erschienen und lange ausverkauft ist, mit neuen, tollen Bildern als ebook erhältlich.

Das Buch handelt von einem gehörlosen Jungen, der von der Sprache der Hände erfährt und sich auf den Weg zur Insel macht, auf der diese Sprache gesprochen wird. Dabei lernt er vielfältige Mittel zur Kommunikation kennen.

"Die Insel der sprechenden Hände" als eBook

Neues Buch: Wie Eltern mit Körper- oder Sinnesbehinderungen erziehen

Wie Eltern mit Körper- oder Sinnesbehinderungen erziehen

Cornelia Klößinger hat als selbst hörgeschädigte Person ihre Doktorarbeit über das Thema "Wie Eltern mit Körper- oder Sinnesbehinderungen erziehen - und was die Kinder dazu sagen" geschrieben und jetzt als Buch veröffentlicht. Es kommen erwachsene CODAs, Töchter und Söhne von schwerhörigen Eltern/ CI-Trägern/ einer hörsehbehinderten Mutter/ blinden/ sehbehinderten und körperbehinderten Eltern zu Wort - Betroffenenerfahrungen in Alltagssprache!

Was passiert eigentlich, wenn gehörlose, blinde oder körperlich behinderte Menschen Eltern werden? Können diese Mütter und Väter ihre Kinder „normal“ aufziehen? Können sie es genauso „gut“ wie ihre Elternkollegen ohne Behinderung?

Cornelia Klößinger wendet sich direkt an die betroffenen Töchter und Söhne: Wie lernt man bei einem Vater im Rollstuhl das Inlinerfahren? Gibt es bei blinden Elternteilen Gute-Nacht-Geschichten? Wie betrachten die erwachsenen Kinder ihr Aufwachsen im Nachhinein? Ein spannender Abriss aus ganz unmittelbarer Perspektive!

Wie Eltern mit Körper- oder Sinnesbehinderungen erziehen

(Buch mit CD - die Begleit-CD zum Buch ist eine reine TEXT-CD. Sie ist für die Vorlesegeräte blinder Nutzer geeignet.)

„EINE KISTE NICHTS“ jetzt online!

Eine Kiste Nichts

Das Huhn freut sich, denn es bekommt eine Kiste zum Geburtstag. Nanu? Da ist ja gar nichts drin!

Das Team von „Kinderbücher in Gebärdensprache“ hat sein neuestes Buch fertiggestellt. Es kann ab jetzt kostenfrei auf der Internetseite www.kinderbuecher.gmu.de angeschaut werden. Es heißt „Eine Kiste Nichts“. Das Buch ist vom Münchner Buchverlag „Edition bi:libri“. Autorin und Illustratorin ist Lena Hesse. Wenn Sie das Buch kaufen möchten, klicken sie hier. Das Buch gibt es in 8 verschiedenen Sprachen (+ Deutsch natürlich), mit Hör-CD.

Wenn Sie einen Kommentar hinterlassen wollen, dann schreiben Sie an: kinderbuecher@gmu.de

 

Handbuch zur Behindertenrechtskonvention

Handbuch zur Behindertenrechtskonvention

Das Handbuch zur Behindertenrechtskonvention wurde von Theresia Degener und Elke Diehl herausgegeben und von der Bundeszentrale für politische Bildung veröffentlicht.

Vorbildlich: Eine DVD mit Leichter Sprache und Gebärdensprache gehört dazu! 

Handbuch Behindertenrechtskonvention - Teilhabe als Menschenrecht – Inklusion als gesellschaftliche Aufgabe

Teddy und Lautsprach-Akzent

Augenmenschen
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Neues Buch: "Augenmenschen" von Johanna Krapf

Sie setzte einen Teddybären an ihren Platz am Tisch und verliess das Haus kommentarlos. Als die Mutter später nachfragte, antwortete Barbara: "Spielt es denn eine Rolle, wer auf meinem Stuhl sitzt: ich oder ein Teddy? Ich werde ja ohnehin nicht ins Gespräch einbezogen und kann nicht wirklich etwas dazu beitragen."

"Natürlich gebärdete auch sie fliessend als Kind", sagt Patrick, "heute jedoch, da sie sich mehrheitlich unter Hörenden bewegt, hat sie sozusagen einen ›Lautsprach-Akzent‹."

Sie hat ihren Eltern verziehen und kann heute über die schwierigen Kindheitsjahre reden und lachen. "Ja", sagt sie, "das waren noch Zeiten." Sie ist zufrieden mit ihrem Leben und ihren Aufgaben, ist beschenkt mit vielen Interessen und einer wundervollen Familie. Ganz besonders liebt sie ihre Rolle als Grossmutter. Sie geniesst es, mit den Enkelkindern zu spielen und ihnen nach Herzenslust Märchen zu erzählen. Mit ihnen darf sie so sprechen, wie ihr der Schnabel und vor allem die Hände gewachsen sind!

• Die Jugendliche, die sich ausgeschlossen fühlt in der eigenen Familie, da sie nicht mehr versteht als ihr Teddy,
• der Ingenieur und Taxiunternehmer, der aus einer gehörlosen Familie stammt und feststellt, dass seine Schwester ein wenig die Gebärdensprache verlernt hat und mit ›Lautsprach-Akzent‹ gebärdet,
• die Frau, die als Großmutter endlich mit ihren Enkelkindern nach Herzenslust gebärden darf
- drei Beispiele, die wohl viele Gehörlose voll nachempfinden können. Es sind Zitate aus dem Buch "Augenmenschen" von Johanna Krapf. Die Autorin lässt 9 Gehörlose/Hörgeschädigte und eine Dolmetscherin mit gehörlosen Eltern zu Wort und zu Gebärde kommen. Dass die Autorin selbst hörend ist, spielt deshalb keine Rolle. Was sie auswählt und die Art ihrer Darstellung bezeugen, wie tief sie in Sprache, Lebens- und Gefühlswelt der deafies eingetaucht ist. Die "Augenmenschen" sind eine bunte Mischung von Lebenserfahrungen, von Jung und Alt, aus aller Welt, verschiedenster Berufe und Bildungsgrade. Aber es gibt auch eine Vielzahl sachlicher Informationen, von Gebärdensprache über orale und bilinguale Erziehung, Mailänder Kongress, Gehörlosenkultur, Diskriminierung bis hin zum CI. Ein "TAUBEN-rundum-SCHLAG" :-) gewissermaßen, bei dem kleine Wissenshäppchen in anschauliche und anrührende Lebensgeschichten verpackt sind. Wer als Hörender etwas über das Leben und die Welt der Nicht- und Wenigerhörenden erfahren möchte, wird die "Augenmenschen" mit Begeisterung lesen. Wer eher zufällig an das Buch gerät, wird erstaunt feststellen, wie spannend sich solch ein informatives Buch liest. Und wer als deafie selbst betroffen ist, wird sich in vielen Schilderungen und Berichten selber wiedererkennen. Ein Buch, das man so schnell nicht wieder aus der Hand legt und das sicher zu den Standardwerken im Hörgeschädigtenbereich avancieren wird.

Die "Augenmenschen" werden am 26. Februar in Zürich präsentiert. Richtig, es ist ein schweizerisches Buch, und es ist oft die Rede von der DSGS, der Deutschschweizer Gebärdensprache. Auch wenn die Gebärdensprachen unterschiedlich sind - Probleme, Kultur, Identität und Lebenserfahrungen von deafies sind länderübergreifend. Sie sind wohl die einzige weltweite und grenzenlose Gemeinschaft. Insofern wird das Buch auch eine länderübergreifende Leserschaft finden, zumindest im deutschsprachigen Raum.

Übrigens auch sehenswert: der Froschkönig, in DSGS erzählt von Pauline, die auch in den "Augenmenschen" vorgestellt wird.

Natalie oder der Klang nach der Stille - als Buch!

"Natalie"? War das nicht ein Film? Klar, hab ich doch schon gesehen! Und jetzt noch ein Buch dazu? Noch einmal lesen, was ich im Film schon gesehen habe? Und wieder die Themen Oralismus und CI? Langweilig! - Langweilig? Weit gefehlt! Ich habe das Buch fast "in einem Rutsch" gelesen, so interessant und spannend ist es. Simone Jung kann nicht nur Filme machen, sondern auch sehr emotional schreiben. Klar, es ist das Buch zum Film, aber es geht darüber weit hinaus. Es schildert sehr anschaulich und einfühlsam, wie es ist, nichts oder nur sehr wenig zu hören. Da muss man sich als hörender Mensch schon sehr intensiv mit dem Thema beschäftigt haben. Vieles geht einem wirklich unter die Haut. Auch Natalies Entscheidung für das CI und ihr äußerst mühsamer Weg zum Hören werden sehr eindringlich beschrieben. Natalies Eltern, beide Ärzte, hatten sich ursprünglich für ihr Kind eine freiheitliche Erziehung vorgestellt, aber eine lautsprachliche Erziehung für ein gehörloses Kind, die war halt ohne Drill nicht machbar. Da haben sich die Eltern ganz konsequent an die Vorgaben von Susann Schmid-Giovannini gehalten. Über Jahre, fast zwei Jahrzehnte, täglicher Drill. Artikulationskorrekturen und Sprachübungen ohne Ende. Resultat: Natalie beherrscht die deutsche (und die italienische und englische) Sprache perfekt, sie hat die Regelschule besucht (ohne Dolmetscher!), Abitur gemacht und Architektur studiert.

Im Film wird der Eindruck vermittelt, dass es zu diesem steinigen Weg keine Alternative gebe. Anders im Buch. Da taucht auch Sofia auf, Natalies Freundin aus Kindertagen.

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Wo der Weihnachtsmann wohnt

Bester Weihnachtsmann

Am Mittwoch, den 10.12.14 um 17 Uhr stellt "LeseZeichen - Kinderliteratur mit den Augen hören" in der Kinder- und Jugendbibliothek der ZLB, Hallesches Tor, Berlin, weihnachtliche Bilderbücher in Gebärdensprache vor.

ACHTUNG: Aus organisatorischen Gründen beginnt die Veranstaltung um 17 Uhr UND findet in Raum 305 statt. Treffpunkt: Tresen in der Kinderbibliothek.

Weitere Infos unter Termine

Maga und der gefangene Prinz

Maga und der gefangene Prinz
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Ein Kinderbuch in SECHS Sprachen* - so etwas gibt es wohl nur in der Schweiz. "Maga und der gefangene Prinz" ist die Fortsetzung von „Maga und die verzauberten Ohren“.

"Was passiert, wenn eines Morgens die ganze Welt ertaubt ist? Wie kommunizieren die Menschen, wenn Sie plötzlich ihre eigene Stimme nicht mehr hören? Mit viel Humor und sehr schönen Zeichnungen führt die Geschichte in den unterschiedlichen Umgang mit der Gehörlosigkeit und der Gebärdensprache."

* Neben der deutschen gibt es auch die französische und die italienische Ausgabe, und die Gebärdenzeichnungen sind in DSGS, LSF und LIS (deutsch-schweizerische, französische und italienische Gebärdensrache). 

Abenteuer in Gebärdensprache – Max und Paul lernen tauchen

Abenteuer in Gebärdensprache – Max und Paul lernen tauchen
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Das erste zweisprachige Kinderbuch in diesem Genre: Erstmalig erschienen in Belgien in flämischer Gebärdensprache, nun auch in DGS und deutsch: Ein zweisprachiges Kinderbuch mit dem Ziel, das Buch allen Kindern zugänglich zu machen - sowohl tauben gebärdensprechenden als auch hörenden Kindern. Taube und gebärdensprachige Kinder können auf eine entspannte Art und Weise die Geschichte in Deutscher Gebärdensprache genießen und auch eigene Erlebnisse wieder erkennen. Für die hörenden Kinder ist es ein schönes Kennenlernen der Deutschen Gebärdensprache. - Je früher den Kindern die Unterschiede des Andersseins bewusst werden, umso besser für das Miteinander!

"Abenteuer in Gebärdensprache – Max und Paul lernen tauchen" von Filip und Hilde Vehelst, erhältlich in jedem Buchladen
Hardcover, Lesebändchen, 16,80 Euro, ISBN 978-3-942108-10-2, erschienen in der Edition Concordare des R&W Verlags der Editionen KG, Berlin

Kleine Bibliothek für Gehörlose

Horst Srajer

Horst Srajer ist Jahrgang 1931. Er hat sein langes Berufsleben mit Gehörlosen verbracht, 10 Jahre als Lehrer, dann als Ausbilder von Zahntechnikern. Nach seiner Pensionierung hat er das umfangreiche Wissen, das er sich in Jahrzehnten angeeignet hatte, zu Papier gebracht. In Buchform gedruck wurde es allerdings nie. Erst jetzt wurde die "Kleine Bibliothek für Gehörlose" im Internet veröffentlicht. Sie können sie am Bildschirm lesen oder herunterladen und ausdrucken - alles kostenlos. Herr Srajer fände es schön, wenn seine Werke unter Gehörlosen verbreitet würden. Die Inhalte können wir natürlich nicht beurteilen. Schauen Sie einfach mal selbst rein in die Kleine Bibliothek für Gehörlose

  Herr Srajer war in den letzten 3 Jahren nicht untätig! Er hat Band 5 seiner "Kleinen Bibliothek für Gehörlose" verfasst - und stellt ihn Ihnen hiermit zur Verfügung, gratis natürlich! (s.u.)

Buchpremiere 'Von der Fürsorge zur Inklusion'


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"Die Karl-Luhmann-Heime haben 2012 ihr 100 jähriges Bestehen gefeiert. Das war für den Trägerverein, den Verein Hilfe für hörgeschädigte Menschen in Niedersachsen e.V., Anlass, den gehörlosen Historiker Helmut Vogel mit der Erstellung einer Chronik der Karl-Luhmann-Heime zu beauftragen. Gemeinsam mit ihm haben wir die Geschichte der Karl-Luhmann-Heime aufgeschrieben. Wir wollten dabei nicht nur etwas über uns, sondern auch über die Entwicklung anderer Einrichtungen für hörgeschädigte Menschen erfahren und gemeinsam mit Helmut Vogel als gehörlosem Experten in die Zukunft schauen."

Aus den Arbeiten von Helmut Vogel und den Journalisten Katja Jacob, Barbara Strunk, Lena Degenhardt und Martina Kemme ist nun ein richtiges Buch entstanden. Aus diesem Anlass möchte die Hilfe für hörgeschädigte Menschen in Niedersachsen e.V. und die Gemeinnützige GmbH für hörgeschädigte Menschen, alle herzlich zur Buchpremiere inkl. Vorlesung einladen:

Der Eintritt ist frei und Gebärdensprachdolmetscher sind anwesend: Am 15. Juli 2014 um 17 Uhr, Treffpunkt der Hilfe für hörgeschädigte Menschen in Nds. e.V., Knollstraße 96, 49088 Osnabrück. Mehr Infos siehe Einladung!

Shatter - Mich kriegen Sie nicht ?!

Manuel Mutter

Da Deutsch für die meisten Gehörlosen eine Fremdsprache ist, lesen nur die wenigsten Bücher. Aber ein Buch SCHREIBEN? Manuel Mutter, 28 Jahre alt und von Geburt an taub, hat es getan! Es handelt von einem heranwachsenden Jungen, dessen großer Traum es war, Wrestling Star zu werden. Auf dem Weg dorthin musste er viele Enttäuschungen, Probleme, Schwierigkeiten und Tiefschläge überwinden. 

Manuels Buch können Sie bei Amazon und epubli bekommen, als eBook oder auch gedruckt. Der Titel ist:

Shatter - Mich kriegen Sie nicht ?! Für die Gerechtigkeit riskiert er sein Leben.

Klänge aus dem Schneckenhaus

Grenzlandfrau

Am Mittwoch, dem 18. Juni um 19:00 Uhr wird die aus Ostbelgien stammende und in Berlin ansässige Soziologin, Audiotherapeutin und Buchautorin Maryanne Becker im HGZ Aachen, Talbotstr. 13 zu Gast sein.

Zunächst wird sie aus ihrem zehn persönliche Interviews mit CI-Nutzern umfassenden Sachbuch "Klänge aus dem Schneckenhaus, Cochlea-Implantat-Träger erzählen" lesen. Diese Biographien zeigen auf, dass zwischen zwei tauben Ohren auch noch eine Menge Einzigartigkeit, Erlebnisse und Interessantes steckt. Sie gewähren einen Einblick in die besonderen Erfahrungen von Menschen mit starkem Hörverlust und ermutigen zu einer aktiven Auseinandersetzung mit der Behinderung.
Die selbst betroffene Autorin hat jahrelange Berufserfahrung in der klinischen Audiotherapie und beantwortet gerne Fragen von Betroffenen, Angehörigen und Interessenten.

Anschließend gibt es eine Kostprobe aus einem der drei Romane (Grenzlandfrau, Fräulein Engel, Die Flickschneiderin) die - auf realer historischer Grundlage - im deutsch-belgischen Grenzgebiet handeln. Maryanne Becker hat Romane, Sachbücher zum Thema Hören und Kurzgeschichten veröffentlicht, die auf dem Büchertisch bereitliegen.
Näheres über die Autorin und ihre Bücher: www.maryanne-becker.de

Die Veranstaltung ist für Hörgeschädigte barrierefrei.

  Vortrag zum Thema „Psychosoziale Aspekte von Schwerhörigkeit“ und Lesung aus dem Buch „Klänge aus dem Schneckenhaus. Cochlea-Implantat-Träger erzählen"

Am Dienstag, dem 17. Juni um 18:30 Uhr in Eupen / Belgien im „Rat & Treff“, Aachener Str. 6 wird Maryanne Becker auf Einladung der Vereinigung „Hörgeschädigte Ostbelgiens“ referieren und aus ihrem zehn persönliche Interviews mit Betroffenen umfassenden Sachbuch „Klänge aus dem Schneckenhaus“ lesen.

Entwicklung und Evaluation eines Fragebogens

Entwicklung und Evaluation eines Fragebogens zur Erfassung der Häufigkeit und Intensität von Stress durch externe Stressoren bei Personen mit Usher-Syndrom Typ II
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Der Median-Verlag präsentiert das erste Buch über das Usher-Syndrom mit wissenschaftlicher Fragestellung:

Nadja Högner
»Entwicklung und Evaluation eines Fragebogens zur Erfassung der Häufigkeit und Intensität von Stress durch externe Stressoren bei Personen mit Usher-Syndrom Typ II«
2014 · 560 Seiten · kartoniert · 31 Abbildungen · 103 Tabellen · € 48,00 ISBN 978-3-941146-43-3 -
lieferbar ab dem 21. Mai 2014

In einer erstmals durchgeführten empirischen Untersuchung zu Stress bei Personen mit Usher-Syndrom Typ II wird gezeigt, in welchen Lebensbereichen diese von einer kom¬binierten Hörsehschädigung betroffene Personengruppe besonders stressbelastet und auf Hilfen angewiesen ist.
Neben einem theoretischen Überblick über das Usher-Syndrom in medizinischer, psy¬chosozialer und soziologischer Hinsicht werden aus den Untersuchungsergebnissen abgeleitete praktische Maßnahmen und Strategien zur Stressreduktion und -vermeidung beschrieben.
Darüber hinaus werden umfassende sozioökonomische Merkmale, medizinische Befunde und verfügbare rehabilitatorische Hilfen der 262 Befragten präsentiert.
Das Buch liefert neue Erkenntnisse und ein breites Spektrum an Informationen, die sowohl für Mediziner, Psychologen, (Rehabilitations-)Pädagogen, Soziologen etc. als auch für die betroffenen Personen und deren Angehörigen relevant sind.
Das komplette Inhaltsverzeichnis und eine Leseprobe finden Sie hier.

 

deaf eggheads

Berufliche Bewältigungsstrategien

Ein höchst interessantes Forschungsobjekt: taube Eierköpfe. Gemeint sind hörgeschädigte Akademiker, und zwar "hochqualifizierte Menschen mit einer signifikanten Hörschädigung". Immerhin zehn von dieser seltenen Spezies hat Silvester Popescu-Willigmann für sein Forschungsprojekt ausfindig gemacht - ausreichend für eine qualitative (nicht quantitative!) und daher nicht repräsentative Untersuchung. 7 von diesen 10 Teilnehmern haben sogar promoviert. Wirklich eine exquisite Auswahl! Und Gehörlose kamen leider gar nicht vor, aus einem ganz profanen Grund: Dem Autor fehlte das Geld für Dolmis. Das also vorweg: Bei den Probanden handelt es sich um überwiegend lautsprachlich orientierte Akademiker, aus deren Biografien der Autor seine Erkenntnisse über "Berufliche Bewältigungsstrategien und 'Behinderung'" - so der Titel des Buches - zieht. Nicht nur die Äußerungen der Teilnehmer - der Autor hat sie interviewt und die Audioaufnahmen ausgewertet - sondern auch die Schlussfolgerungen des Autors selbst sind erklärtermaßen subjektiv. Das ist in den Sozialwissenschaften anders auch nicht möglich.
Die Ausrichtung des Projekts wird schon im Titel des Buches deutlich. Es geht um "Undoing Disability", also um die Überwindung der Behinderung, und nicht ohne Grund ist der Begriff "Behinderung" in Anführungsstriche gesetzt. Mit anderen Worten: die sogenannte Behinderung. Dahinter verbirgt sich der Slogan: Wir sind nicht behindert, wir WERDEN behindert - von der Gesellschaft! Genau das steht im Fokus dieser Untersuchung: "Behinderung als kulturelles Produkt".

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Tschick - Jugendbuch in einfacher Sprache

Tschick

Tschick - ein Buch, das nichts mit deafies zu tun hat. Aber das sicher auch jungen Hörgeschädigten gefallen wird. Ein Buch, das über ein Jahr lang auf den Bestsellerlisten stand. Nun hat der Spaß am Lesen Verlag es herausgegeben - in einfacher Sprache. Das macht das Buch auch zugänglich für Nicht- oder Selten-Leser - und davon soll es unter den deafies ja auch einige geben. ;-)

Ihr könnt es ja mal versuchen mit der Leseprobe:

Gebärdensprache an der Buchmesse in Olten mit dem Verlag fingershop.ch

Buchvernissage

Am Samstag, 2. November 2013 gibt es einen Nachmittag in Gebärdensprache, nicht nur für Kinder. Lassen Sie sich entführen in die Welt der visuellen Sprache!

Dieses Jahr gibt es auf der Buchmesse in Olten (Schweiz) eine große Überraschung. Zum ersten Mal findet ein Nachmittag in Gebärdensprache statt. Die beiden gehörlosen Autorinnen Sonja Lacava-Wasem (Das Geheimnis des Piratenflosses) und Marina Ribeaud (Maga und die verzauberten Ohren) lesen jeweils aus ihren Kinderbüchern vor. In Gebärdensprache selbstverständlich. Beide Vorlesungen werden von Gebärdensprachdolmetschern in die Lautsprache übersetzt.
Das weitere Nachmittagsprogramm wird in die Gebärdensprache übersetzt: Der Bartgeier Sardona (Musik und Geschichten für Kindern) und die Geschichtsstunde mit Sylvia Aspinall.
Der Verlag fingershop.ch wird während der Buchmesse vom 31. Oktober bis 3. November 2013 sein Verlagsprogramm mit Büchern zur Gebärdensprache und der Welt der Gehörlosen an einem Stand vorstellen.

Weitere Informationen hier

'Schutzzeichen für Schwerhörige', 'Taubstummen-Armbinde' oder 'Blindenabzeichen'?

Lange nicht mehr gesehen, die gelbe Armbinde mit den drei schwarzen Punkten! Doch, vor einigen Jahren hatte die noch ein Gehörloser in Bremen an seinem Mantel befestigt. Sah "echt behindert" aus! Ist ja eigentlich auch das Zeichen für Blinde, oder? Lothar Scharf ist dieser Frage nachgegangen. Erstaunlich, was er alles zu Tage gefördert hat, vom Schutzabzeichen für Schwerhörige bis hin zum Taubstummen-Fahrrad und dem Einaug-Rückspiegel. Letztlich ging es immer um die Sicherheit. Gleichzeitig wurden Hörgeschädigte aber auch gebrandmarkt. Wo doch die Hörschädigung ansonsten so schön unsichtbar ist! ;-)
Mittlerweile gibt es die Armbinden kaum noch. Sie werden bei Hörgeschädigten eher als diskriminierend empfunden. Das Bewusstsein hat sich gewandelt, von den leidenden Schicksalsgenossen hin zur sprachlichen Minderheit.
Lothar Scharf hat ein kleines Büchlein (74 Seiten) zusammengestellt:
"Schutzzeichen für Schwerhörige", "Taubstummen-Armbinde" oder "Blindenabzeichen"?
Bestellen können Sie es zum Preis von 6,80€ direkt bei scharlo@rgt-webdesign.com oder per Fax: 09548-9819222

Die Schwestern von Sherwood

Die Schwestern von Sherwood

Ein typisches Frauenbuch? Das zumindest meinte meine Frau auf den ersten Blick, als ich Claire Winters "Die Schwestern von Sherwood" auspackte. Ja, sieht auch ganz danach aus, mit Efeuranken, lila Blüten, handgeschriebenem Brief und einem alten englischen Herrenhaus in der wunderschönen Landschaft Südenglands auf dem Umschlag. Und dann noch eine Lovestory in der englischen High Society - klingt alles nach Rosamunde Pilcher. Ist es aber nicht, und auch wenn es gewisse Ähnlichkeiten gibt, gibt es doch gravierende Unterschiede. Zum einen spielt der Roman nicht nur im England des 19. Jahrhunderts, sondern auch im Berlin nach dem zweiten Weltkrieg, und zum anderen hat die Autorin sich in eine für die meisten Leser völlig unbekannte Welt hineinbegeben, in die Welt der Gehörlosen.

Eine der beiden Romanheldinnen, Amalia, erkrankt in früher Kindheit an Scharlach und ertaubt. Die Taubheit ist der rote Faden, der sich durch das ganze Buch hindurchzieht. Die Autorin hat sich in die Sprache und Kultur der Gehörlosen hineingelesen und auch persönlich hineinbegeben, indem sie Gebärdenkurse besuchte und Kontakt zu Gehörlosen aufnahm. Bemerkenswert, wie tief sie in diese Welt eingetaucht ist! Sie lässt ihre LeserInnen nachempfinden, wie es ist, wenn man nichts hören kann. Sie zeigt aber auch auf, was man statt dessen gewinnt!

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