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Crowdfunding für stille.blicke - Theaterstück für gehörlose und hörende Kinder

Am 21. Mai 2017 wird das zweite Stück von der Compagnie Augenmusik für gehörlose und hörende Kinder "stille.blicke" im Theaterhaus Frankfurt zur Premiere kommen.

"Dank dem Kulturamt der Stadt Frankfurt können wir schon einigermaßen die Personalkosten stemmen. Allerdings haben uns alle angefragten Stiftungen abgesagt, so dass uns noch einiges an finanziellen Mitteln fehlt, um ein Theaterstück für große und kleine, gehörlose und hörende Menschen mit unseren Vorstellungen umzusetzen. Um das Theaterstück vor allem zu einem visuellen Erlebnis zu machen, benötigen wir noch Technik. Und genau dafür brauchen wir Eure finanzielle Unterstützung! Mit Eurem Geld können wir ein kleines und sehr feines, komplett barrierefreies Theatererlebnis schaffen, dass gehörlose und hörende Kinder gleichzeitig verzaubern soll."

Auf der Seite https://www.startnext.com/stilleblicke findet Ihr detailliertere Informationen sowie ein kurzes Video zur Erklärung.

Nur noch 2 Wochen könnt Ihr uns auf www.startnext.com/stilleblicke unterstützen! Ein Viertel des Betrages fehlt uns noch!

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Deutscher Kolonialismus - barrierefreie und inklusive Ausstellung

Deutscher Kolonialismus

Das Historische Museum in Berlin präsentiert seine Ausstellung Deutscher Kolonialismus geradezu vorbildlich barrierefrei und inklusiv:

Kernstück des inklusiven Konzepts sind die "Inklusiven Kommunikations-Stationen": Gleichberechtigt angeordnete Texte in deutscher, englischer, Leichter Sprache und in Brailleschrift sowie Videos in Deutscher Gebärdensprache und Audiodeskriptionen machen die Ausstellung vielen Menschen zugänglich. An jeder der 16 Stationen wird ein Objekt bzw. ein Thema auf eine Weise präsentiert, die gleichzeitig viele Sinne anspricht und damit die Geschichte des deutschen Kolonialismus leichter verständlich macht.

DGS-Video: Deutscher Kolonialismus

Wirklich eine Ausstellung für alle! Darüber hinaus gibt es Führungen in DGS, jeden 2. Mittwoch im Monat, 13 Uhr, die nächsten am 08.02.2017 und 08.03.2017.

European Friendship Week: England wartet auf Euch!

Wo seid Ihr Mädchen und Jungen im Alter von 14 bis 16 Jahren, die gleichaltrige Jugendliche aus Europa treffen wollen?

Wie jeden Sommer findet auch 2017 wieder in der Nähe von Leeds/England die European Friendship Week EFW (ehemals International Friendship Week) statt. Hier verbringen Jugendliche und Betreuer° aus verschiedenen europäischen Ländern (z.B. England, Finnland, Dänemark, Norwegen, Ungarn, Spanien, Türkei) gemeinsam eine abwechslungsreiche, fröhliche, informative Woche. Alle wohnen und essen zusammen in einem Internat. Jeden Tag gibt es ein anderes Programm, an dem jeder nach seinen Fähigkeiten teilnimmt. Alle Missverständnisse werden hier auf die englische Sprache geschoben und sind oft echt lustig.

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Inklusion in der Oberstufe durch ein 'Zwei-Lehrer-System'

Zwei-Lehrer-System

Julia Bredehöft, Lehrerin an der Elbschule in Hamburg, berichtet:

Mit einem Großteil meiner Stunden bin ich an die Stadtteilschule Hamburg-Mitte abgeordnet, da wir es dort gehörlosen SchülerInnen seit einiger Zeit ermöglichen, das Abitur zu machen. Gehörlose SchülerInnen können in einer bilingualen Klasse gemeinsam mit schwerhörigen und hörenden SchülerInnen lernen. Hierfür unterrichten immer zwei LehrerInnen (also KEINE Beschulung mit Dolmetschern) simultan in der Laut- und Gebärdensprache. Die lautsprachorientierten SchülerInnen und LehrerInnen haben die Möglichkeit, DGS-Kurse zu besuchen. Insgesamt kann man sagen, dass die Inklusion in der Oberstufe durch ein "Zwei-Lehrer-System" in Deutschland noch sehr neuartig ist.

Dies ist ein Erfahrungsbericht, den ich vor zwei Monaten über unsere Arbeit in der bilingualen Klasse geschrieben habe:

Gemeinsam auf dem Weg zum Abitur

Was behindert Arbeit?

Was-behindert-Arbeit

Veranstaltung zur Teilhabe von Menschen mit Behinderungen auf dem Arbeitsmarkt

Das Netzwerk Menschen mit Behinderung der CDU Ruhr möchte die Teilhabe behinderter Menschen auf dem Arbeitsmarkt voranbringen und lädt daher zu einer hochrangig besetzten Podiumsdiskussion am Freitag, den 4. November 2016, um 18 Uhr ein.

Gebärdensprachdolmetscher stehen für die gesamte Veranstaltung zur Verfügung, weitere Hilfen für Menschen mit Behinderung können abgestimmt werden.

Was behindert Arbeit?

Veranstaltung zur schulischen Inklusion in Hamburg

ElbschulEltern

Am 5. November sind Eltern, Schüler und Pädagogen herzlich eingeladen, die Frage “Welche Aspekte sprechen für eine erfolgreiche Inklusion hörbehinderter SchülerInnen?” mit Politikern und Schulbehörde zu diskutieren. Das komplette Programm ist online unter http://elbschul-eltern.de/inklusionsveranstaltung2016/ zu finden.
Veranstalter: Gehörlosenverband Hamburg e.V., Selbsthilfegruppe Eltern hörbehinderter Kinder sowie Jugendgruppe Hamburg im Bund der Schwerhörigen e.V.

Weitere Infos unter Termine

Workshop „Gerüche und Gebärden“ mit Wolfgang Georgsdorf am 10.09.

Noch bis zum 18. September ist in der Berliner St.-Johannes- Evangelist-Kirche (Auguststr. 90, Berlin-Mitte) der Smeller zu erleben, eine Geruchsproduktionsmaschine des Künstlers Wolfgang Georgsdorf. Infos dazu unter http://osmodrama.com und http://smeller.net. Wolfgang Georgsdorf hat auch an Gebärdensprache großes Interesse; unter anderem hat er an Mudra, einem Lexikon für Österreichische Gebärdensprache, mitgearbeitet (http://mudra.org). Am Samstag, den 10.09.2016, von 11 bis 14 Uhr bringt er beide Interessen in einem Workshop „Gerüche und Gebärden“ zusammen. Gehörlose, hörende Anwender der Gebärdensprache und andere Interessierte sind zum Schnuppern und Mitmachen eingeladen! Gehörlose Gebärdensprachler haben freien Eintritt. Der Workshop wird gedolmetscht. Mehr Infos hier:

Café ohne Worte 2.0

Café ohne Worte

Am 12.07. findet wieder das "Café ohne Worte" in Köln statt.

Bestell mit Hilfe von speziellen Speisekarten deine Getränke in Gebärdensprache und lerne dabei Menschen kennen, die diese malerisch schöne Sprache gebärden.

Weitere Infos unter Termine

Valery Rukhledev ins Behindertenrechtskomitee gewählt

Das Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen – bekannt als UN-Behindertenrechtskonvention – wurde vor zehn Jahren am 13. Dezember 2006 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet. Es ist nun das Jubiläumsjahr. Vom 14. bis zum 16. Juni 2016 nahmen Staaten wie auch Deutschland, die das Übereinkommen mitunterzeichnet haben, an der 9. Sitzung zur UN-Behindertenrechtskonvention teil. Zum Programm stand beispielsweise die Neuwahl vom Behindertenrechtskomitee. Das Komittee besteht aus 18 Köpfen. Valery Rukhledev, der Präsident von Deaflympics, wurde als erster tauber Mensch ins Komitee gewählt.

Aktion Mensch: Public Viewing für Alle!

Unter dem Motto "Public Viewing für Alle!" sorgt die Aktion Mensch erstmals für mehr Barrierefreiheit beim "Rudelgucken" in Düsseldorf, Hamburg und München. Zum Anpfiff des ersten Deutschlandspiels der EM 2016 am 12. Juni können Fußballfans mit und ohne Behinderung gemeinsam mitfiebern. Zu den Angeboten gehören Blindenreportagen, Gebärdensprachdolmetscher, Serviceteams, zusätzliche behindertengerechte WCs und eine gut sichtbare Wegbeschilderung.

"Wir setzen uns dafür ein, dass Fans mit und ohne Behinderung ganz selbstverständlich gemeinsam feiern können", so Sascha Decker, Pressesprecher der Aktion Mensch. Denn: "Inklusion braucht Begegnung. Und wo geht das besser als beim Fußball?" Alle Angebote gelten für die Vorrundenspiele und ein mögliches Finale mit der deutschen Nationalmannschaft.

Umfrage: Gehörlos im Alltag

Anna Fitz ist eine Design Studentin aus Köln, an der Köln International School of Design und schreibt momentan ihre Arbeit im Thema Gehörlosigkeit. Sie beschäftigt sich damit seit Januar, erstmal im theoretischen und nun möchte sie im nächsten Schritt ein Problem finden, das sie mit Design lösen kann und helfen kann:

"Ich interessiere mich für die Probleme bei Arztbesuchen. Hierzu möchte ich eine Umfrage starten um möglichst viele Sichtweisen von Gehörlosen und Schwerhörigen Menschen zu erhalten um zu erfahren, welche Probleme es gibt und welche Wünsche da sind, was verändert werden müsste bzw. helfen könnte." (Link zur Umfrage)

Kita-Assistenz mit DGS in Bergheim (NRW) gesucht!

Ich heiße Jayson und werde bald 2 Jahr alt. Seit August 2015 gehe ich ganztägig in den Kindergarten "Regenbogen" (in Bergheim-Glesch/Köln Nähe) und möchte viele neue Freunde finden. Aber ich brauche dafür eine/n Kommunikationsassistent/in, denn ich bin, wie auch meine Eltern gehörlos und lerne schon mit ihnen zu Hause unsere Familiensprache: DGS! - nur die anderen Kinder im Kindergarten leider (noch) nicht.

Am liebsten wäre mir eine hörende Assistenz, die mit meinen Erziehern sprechen und mit mir gebärden kann, und manchmal sogar etwas für mich dolmetschen muss (Stuhlkreis, Ausflüge...). Zum Beispiel eine/n liebe/n Dolmetscher/in oder Studenten/in, der/die Kinder gerne mag und vielleicht sogar eine pädagogische Ausbildung oder ähnliches hat? Das wäre toll! Bei Interesse schreibt einfach eine Mail an meine Mama Katharina Waggoner (gehörlos) (katharina.waggoner@gmail.com) oder fragt bei meiner Frühförderin Alexandra Wittwer (alexandra.wittwer@gronewaldschule.de) nach.

Forschungsarbeit über CODA

Mein Name ist Franziska Becker. Zur Zeit bin ich Studentin in den Studiengängen "Lehramt an Förderschulen" und dem Master "Inklusive Pädagogik und Elementarbildung" an der Justus-Liebig-Universität, Gießen. Im Rahmen verschiedener Praktika und einem FSJ an der Hermann-Schafft-Schule in Homberg Efze und deren Frühförderstelle, habe ich bereits vielfältigen Kontakt mit hörbeeinträchtigten Kindern und ihren Familien.

In den Endzügen meines Masterstudiums habe ich die Aufgabe ein Forschungsprojekt zu einem selbst ausgewählten Thema durchzuführen und eine Forschungsarbeit darüber zu verfassen. Da ich bereits meine Bachelorarbeit zum Thema "Inklusion hörbeeinträchtigter Kinder" geschrieben habe, habe ich mich dazu entschieden, mich im Rahmen der Forschungsarbeit mit CODAs zu befassen. Hierzu habe ich einen kurzen Online-Fragebogen entwickelt.

Sie sind Teil einer CODA-Familie? Dann würde ich mich sehr freuen, wenn Sie sich für den Fragebogen 10-15 Minuten Zeit nehmen und mich bei meinem Vorhaben unterstützen würden.

Amateurschauspieler für das „halb-halb Ensemble“ gesucht

Improvisationstheater bezeichnet eine Form des Theaters bei dem auf der Bühne ausschließlich improvisiert wird. Keine der Szenen ist vorgegeben oder im Voraus inszeniert, sondern wird während einer Vorstellung, vom Publikum bestimmt. Ist es möglich nicht-hörende und hörende in einem Ensemble zu vereinen und Theater für Alle zu spielen?

Das Theater Ensemble „halb-halb“ aus Düsseldorf wird genau das in die Tat umsetzten. Dafür werden nun Amateurschauspieler gesucht die Lust haben nicht nur schauspielerisch zusammenzuarbeiten, sondern eine neue Form des Improvisationstheaters zu entwickeln. Die Entwicklungszeit liegt bei ca. einem Jahr indem sich die Ensemblemitglieder einmal in der Woche oder zu intensiv Probewochenenden treffen und miteinander arbeiten.

Da das Ensemble neu gegründet wird, gibt es noch keine festgelegten Probezeiten oder Tage an denen man sich trifft. Bei Interesse oder Fragen meldet euch unter folgender Email Adresse: ddahlke@posteo.de

Eurovision-Lieder in International Sign

Auf dieser Seite konnten die Übersetzungen von Euroversion-Lieder in International Sign live angeschaut werden. Das erste Halbfinale wurde heute gezeigt. Das zweite Halbfinale findet am Donnerstag, 12. Mai um 21 Uhr statt. Das große Finale steigt am Samstag, 14. Mai 2016. Die Übersetzungen werden von tauben Menschen aus ganz Europa gemacht. Mit dabei ist auch Rafael-Evitan Grombelka als deutscher Gebärdensprachübersetzer.

Dieses barrierefreie Angebot übernimmt eurovision.de vom schwedischen Sender SVT, der die größte Musikshow der Welt in diesem Jahr ausrichtet.

Mit dem Sound Shirt die Musik spüren

Das Sound Shirt der Jungen Symphoniker Hamburg übersetzt Töne in feinste Vibrationen und ermöglicht es damit erstmals auch Gehörlosen, klassische Musik zu erleben. Die 2001 gegründeten Jungen Symphoniker Hamburg sind ein Symphonieorchester für junge Menschen im Alter von 20 bis 35 Jahren. Derzeit zählt das Orchester etwa 100 aktive Laienmusiker. Bald können auch Gehörlose ihre Konzerte erleben! Mehr Infos jetzt auf sound-shirt.com!

Entwurf vom Bundesteilhabegesetz freigegeben

Heute, am Dienstag, 26. April 2016, ist der Referentenentwurf vom Bundesteilhabegesetz freigegeben worden. Der Entwurf ist 369 Seiten dick und kann auf die Schnelle "durchgeschaut" werden. Die Bezeichnung "Gebärdensprache" ist auf zwei Seiten zu finden. Auf Seite 262 und 294. "Gehörlos" wird viermal erwähnt. Nur zur Freifahrt im öffentlichen Personenverkehr und zum Markenzeichen "Gl". Andere Begriffe wie "Schwerhörig", "hörgeschädigt" und "hörbehindert" kommen im Entwurf nicht vor.

Wichtigster Punkt für taubblinde Menschen ist folgendes auf Seite 349 zu finden: "Die Neuregelung sieht vor, dass im Schwerbehindertenausweis das Merkzeichen 'aHS' für 'außergewöhnliche Hör-/Sehbehinderung' einzutragen ist, wenn bei einem schwerbehinderten Menschen wegen einer Störung der Hörfunktion ein Grad der Behinderung von mindestens 70 und wegen einer Störung des Sehvermögens ein Grad der Behinderung von 100 anerkannt ist. (…) Das Merkzeichen soll die Bezeichnung 'aHS' und nicht 'TBl' für taubblind erhalten, da ein Großteil der Betroffenen weder taub noch blind im Sinne der bereits geltenden gesetzlichen Bestimmungen ist." [Hervorh. d. Red.]

Deutscher Gehörlosen-Bund e.V. kündigt genaue Analyse an: "Nun beginnt die Arbeit mit der Auswertung des Ref.entwurfs! Im Mai wird es ein arbeitsreicher Monat sein mit BGG, BTHG, NAP 2.0.!"

Erster Verein für bilinguale Bildung in Thüringen gegründet

BILING e.V. fördert bilinguale Bildung in Deutscher Gebärdensprache und Deutscher Lautsprache. Am Sonntagvormittag, 10. April 2016 trafen sich 15 engagierte Menschen, die sich für die Förderung und den Ausbau bilingualer Informations- und Bildungsmöglichkeiten einsetzen wollen, im Clubhaus des Landesverbands der Gehörlosen Thüringen e.V.

Ihr neu gegründeter Verein mit dem Namen BILING e.V. setzt sich für das Recht gehörloser und schwerhöriger Menschen auf Bildung ein. Ziele dieses Vereins sind neben der Aufklärungs- und Lobbyarbeit auch die eigene Durchführung von bilingualen Bildungs- und Informationsprojekten, der Austausch zwischen der Lautsprach- und Gehörlosenkultur und der Ausbau von bilingualen Kulturangeboten.

"Für viele gehörlose und schwerhörige Menschen ist ein gleichberechtigter Zugang zu Informations- und Bildungsangeboten durch die vorhandenen Kommunikationsbarrieren nicht gegeben. Es gibt viel zu wenig Informations- und Bildungsangebote in Deutscher Gebärdensprache (DGS). Dabei ist eine bilinguale Erziehung in DGS als Muttersprache und Deutscher Lautsprache als Zweitsprache der einzige Weg für unsere gehörlosen Kinder, Wissen zu erlangen und eine gleichberechtigte Teilhabe an Bildung und als Mitglieder unserer inklusiven Gemeinschaft zu ermöglichen.", berichtet Manuel Löffelholz, erster Vereinsvorsitzender.

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Café ohne Worte

"Café ohne Worte" ist ein Projekt der studentischen Non-Profit-Organisation Enactus Universität zu Köln. Der Projektleiter ist Mert Bölükbasi.

"In unserem Projekt 'Café ohne Worte' entwickeln wir ein Konzept für regionale Cafés, durch das die Einbindung gehörloser Arbeitssuchenden in den gastronomischen Arbeitsalltag ermöglicht wird. Dies soll zunächst in einer Eventreihe in verschiedenen Cafés erfolgen, wobei gehörlose Menschen im Service-Bereich tätig werden. Damit schaffen wir einen gesellschaftlichen Raum, in dem hörende und gehörlose Menschen vorurteilsfrei aufeinander treffen können. Gleichzeitig führen wir drei Gruppen zusammen: gehörlose Arbeitssuchende, interessierte Cafés und hörende Menschen.

Mit unserer Projektidee Café ohne Worte wollen wir nicht hörenden Menschen die Möglichkeit bieten, die Besonderheit der Gebärdensprache Anderen näher zu bringen. Wir möchten Vorurteile abbauen und gleichzeitig eine Beschäftigungsmöglichkeit für gehörlose Menschen in der Gastronomie schaffen. Dabei steht für uns an erster Stelle, dass nicht-hörende Menschen ihre Leidenschaft für die Gastronomie beruflich verwirklichen und dabei hörenden Menschen zeigen können, wie gut man sich 'ohne Worte' verständigen kann."

Das erste Event „Café ohne Worte meets Students“ wird am 19. April um 19 Uhr in der AStA Bar der Universität stattfinden. Wenn Ihr euch für das Projekt interessiert, könnt ihr euch gerne bei Mert Bölükbasi (mert.boeluekbasi@unikoeln.enactus.de) melden.

Werbefilme mit tauben Tänzer von Smirnoff

Smirnoff ist eine 1886 in Moskau gegründete Wodka-Brennerei und hat Mitte März einen Werbefilm mit einem tauben Tänzer Chris Fonseca aus London veröffentlicht. Der Film wurde auf Facebook über 3 Millionen Mal aufgerufen.

Elbschule wird inklusiv!

Es ist soweit – im November 2015 hat die Behördenleitung grünes Licht für ein innovatives Modell an der Elbschule gegeben. Ab Sommer 2016 gibt es einen gemeinsamen, zielgleichen Unterricht für Schülerinnen und Schüler mit und ohne Hörschädigung. Zunächst wird eine 5. Klasse mit sieben schwerhörigen und sieben guthörenden Kindern eingerichtet. Im Sommer 2017 soll dann auch ein erstes Schuljahr inklusiv angeboten werden. Im Rahmen dieses Schulversuches werden dann innerhalb von 5 Jahren alle zehn Jahrgänge der Elbschule solche inklusiven Klassen haben.

Die hervorragenden Rahmenbedingungen sind vielversprechend: Kleine Klassen, dieselben Bildungspläne und dieselben Schulabschlüsse wie alle Stadtteilschulen bis Jahrgang 10, sehr gute Lernbedingungen durch moderne Lehrmittelausstattung und beste Raumakustik, kreatives pädagogisches Konzept im Rahmen des Hamburger Kulturschulprogrammes sowie eine win-win- Situation im Bereich des sozialen Lernens für alle Beteiligten. Verwirklicht wird dieses Modell in der Elbschule – Bildungszentrum Hören und Kommunikation. Hier werden zurzeit über 200 Schülerinnen und Schüler in 27 Klassen unterrichtet. Zum Kollegium gehören mehr als 80 Lehrerinnen und Lehrer sowie 14 Sozialpädagoginnen und Erzieherinnen.

Colin Allen ist neuer Präsident von International Disability Alliance

International Disability Alliance (IDA) ist eine internationale Organisation von Menschen mit Behinderung und wurde 1999 in Kapstadt (Südafrika) gegründet. Die erste Präsidentin war Dr. Liisa Kaupinnen, die sich langjährig für Rechte tauber Menschen eingesetzt hat und in 2013 mit UN Human Rights Award ausgezeichnet wurde. Mitglieder in der IDA sind u.a. The World Blind Union (WBU), World Federation of the Deaf (WFD) und World Federation of Deafblind (WFDB). IDA vertritt die Interessen der rund 1 Milliarden behinderter Menschen weltweit im Kontext globaler Institutionen wie den Vereinten Nationen.

Als neuer Präsident wurde Colin Allen, der Präsident der World Federation of the Deaf (WFD), bei der Generalversammlung am letzten Wochenende in Bangkok (Thailand) gewählt. Das Amt wird er am 1. Juli 2016 antreten. Seine Amtszeit wird für zwei Jahre bis 30. Juni 2018 dauern. IDA war bei ihrer Gründung nur ein lockeres Netzwerk und hat sich zu einer professionellen Weltorganisation mit eigener Geschäftsstelle entwickelt. Colin fühlt sich geehrt, in den Fußstapfen von seiner Mentorin Kaupinnen zu treten, so die Pressemitteilung der WFD auf Englisch.

Gebärdengrips bekommt 10.000 Euro!

"GEWONNEN - Dank Eurer Hilfe!", schrieb KOPF, HAND und FUSS gGmbH auf ihrer Facebook-Seite. Durch euer Abstimmen beim Wettbewerb "Google Impact Challenge" hat die gemeinnützige Gesellschaft 10.000 Euro für das Projekt Gebärdengrips gewonnen. Das Geld wird für das Drehen von weiteren Filmen eingesetzt. Wenn Ihr Wünsche habt, könnt ihr sie "einfach als Kommentar unter diesen Post" schreiben.

Martin Zierold möchte Landespolitiker werden

Martin Zierold möchte Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin werden und schickt vor zwei Tagen seine Bewerbung zur Listenaufstellung von der Landesfraktion Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus von Berlin raus. Martin bewirbt sich für den offenen 24. Platz. Insgesamt 46 "bündnisgrüne" Personen haben sich für Listenplätze beworben. In der aktuellen 17. Wahlperiode hat die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus von Berlin 29 Sitze. Am 12. März wird über die Listenaufstellung von der bündnisgrünen Landesfraktion in Berlin entschieden.

Abitur machen in Südbayern?

Als tauber oder schwerhöriger Mensch kann man Abitur an einer an taube und schwerhörige Menschen angepassten Schule in Essen, Stegen im Südschwarzwald und Berlin machen. Solche Möglichkeit gab es in Bayern nicht. Süddeutsche Zeitung berichtete Mitte Januar über das geplante und inklusive Gymnasium in der Medienstadt Unterföhring. Unterföhring liegt am nordöstlichen Stadtrand Münchens.

Der Vorschlag kam von der bayerischen Behindertenbeauftragte Irmgard Badura. Unterföhring hat einstimmig für eine Inklusionsschule entschieden, in der hörbehinderte Kinder und nicht behinderte gemeinsam bis zum Abitur lernen können! Die Lokalpolitiker haben damit den Grundstein dafür gelegt, dass hörbehinderte Kinder und Jugendlichen zum ersten Mal in Bayern durchgängig von der fünften bis zur zwölften Klasse ein reguläres Gymnasium besuchen können. Die Vorläuferklassen für das Gymnasium sollen bereits 2017 starten.

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