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50 Jahre Sehen statt Hören – das passiert zum goldenen Geburtstag

Kultur
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Die Kultsendung „Sehen statt Hören“ feiert ihren goldenen Geburtstag. Am 5. April 2025 wird auf den Tag genau nach 50 Jahren die Jubiläumssendung ausgestrahlt. 1975 sprach man noch angemessen altmodisch vom „Wochenmagazin für Menschen mit Hörschädigung“, moderiert wurde das Format sogar von einer hörenden Lehrerin für Hörbehinderte, Elke Grassl. Lautsprachbegleitende Gebärden (LBG) waren das Höchste der Gefühle im damals noch „Bayerischen Fernsehen“. 

Daraus wurde der bayerische Rundfunk (BR) und 1990 der gehörlose Jürgen Stachlewitz der Moderator. 2002 war noch ganz, ganz weit weg, Mailand noch sehr nah, und so gab es heftige Kritik daran, dass er Gebärdensprache verwendete. 

Über 2.000 Sendungen später blickt man zurück auf eine bewegte Vergangenheit und wagt sich in andere Fernsehformate vor: Zum Geburtstag werden andere BR-Sendungen wie „Querbeet“ und „Lohnt sich das?“ mit tauben Protagonist*innen und gebärdensprachlichen Inhalten gekapert, in „Dahoam ist dahoam“ wartet sogar mit einem Gastauftritt von Jason Giuranna auf. Der „SsH“-Moderator ist auch mit dem Format „Jason & die Haustiere“ bereits in der 3. Staffel das Gesicht der Gebärdensprache im BR. „Sehen statt Hören“ wird übrigens von allen Dritten Programmen der ARD, ARD alpha und 3sat übernommen.

„Sehen statt Hören ist der Leuchtturm für die Gebärdensprachgemeinschaft. Der anhaltende Erfolg der Sendung und die hohe Anerkennung in der Community ist der hohen Authentizität, dem außergewöhnlichen Engagement der Redaktion und dem je hälftigen Team aus gehörlosen und hörenden Mitarbeitenden, die mit- und voneinander lernen, zu danken.“

Werner Reuß, Programmbereichsleiter Wissen und Bildung beim BR

Die Jubiläumssendung am 5. April

Die 2185. Sendung greift Geschichten aus den vergangenen Jahren auf und erzählt, wie es den Protagonisten ergangen ist. Moderiert wird die Jubiläumssendung von Jason Giuranna, der auf Jürgen Stachlewitz trifft, der nach 11 Jahren noch einmal die Moderationskarten in die Hand nimmt. Das Filmteam trifft Robert Grund, dessen Leben durch eine „Sehen statt Hören“-Sendung im Oktober 2000 maßgeblich beeinflusst worden sein soll, so die Pressemitteilung. Daneben blicken andere Protagonist*innen sogar auf ihre Geburt oder weniger einschneidende Ereignisse wie den Beginn ihrer Karriere zurück.

Die Sendung kann wie gewohnt am Samstag im BR geschaut werden oder in der Mediathek!

Foto: BR/Vera Johannsen

Tags: Elke Grassl, Fernsehen, Jason Giuranna, Jürgen Stachlewitz, Sehen statt Hören

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2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Lebt Elke Grassl noch?
    1975 war ich 10 Jahre alt und habe ab und zu mal diese Sendung gesehen.

    Antworten
  • Dorit und Kai Klewe
    4. April 2025 10:55

    Lebt Elke Grassl noch?
    1975 war ich 10 Jahre alt und habe ab und zu mal diese Sendung gesehen.

    Antworten

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